Holz ist ein Biorohstoff?

An sich ist das richtig. Die Frage, die sich stellt, ist nur, was man damit/daraus macht.
Solange man schöne Dinge anfertigt, wie Möbel, Gebrauchsgegenstände, Häuser usw. ist alles noch bestens.
Aber spätestens zu diesem Zeitpunkt muss man damit rechnen, dass es Abfälle gibt bzw. geben wird.

Die Konsequenz – über Jahrtausende geübt – ist, man wird es als Brennholz aus wirtschaftlichen Gründen verwenden.
Grundsätzlich kann man natürlich jedes Holz verbrennen, wenn auch mit unterschiedlichem Wirkgrad-Ergebnis.
Zurzeit groß in Mode. Holz ist ein immer neu nachwachsender Rohstoff, klimaneutral usw. – das ist an und für sich in gewisser Hinsicht schon richtig.

Der Haken an der Sache ist eine Mengenfrage. Solange Dörfer nur aus 2 bis 5 Bauernhöfen bestanden, hat das Verbrennen von Holz zum Kochen und Heizen für die Natur kaum eine Rolle gespielt. Die Rechnung klimaneutral ging im Wesentlichen auf.

Bauern gingen in den Wald mit Axt und Säge, um Bäume zu schlägern, der Transport wurde in der Regel mit Hilfe von Tieren bewältigt, Treibstoff war Heu, der Ausstoß an Methan war zu vernachlässigen, da die Tiere letztendlich auch Nahrung waren, somit eine Doppelfunktion hatten.

Heute schaut das gewaltig anders aus, schon beim Schlägern werden Benzin-Kettensägen oder Großmaschinen verwendet, dazu kommt noch der Transport mit Lkw, oft über Hunderte Kilometer und mehr.

Ebenso kommen noch die Energieaufwendungen für die Zerkleinerung wie Schneiden, Hackschnitzel- oder Pelletserzeugung und die Verteilung an die Verbraucher dazu.

Spätesten jetzt können nur noch Fantasten/Illusionisten an die Klimaneutralität glauben, allen voran die Politiker.
 
Folgen des Pellet-Booms: "Der Waldboden blutet aus" - Spiegel Onlinewww.spiegel.de › Wissenschaft › Natur

Wie eben bei allem steckt der Teufel im Detail. Man stelle sich nur vor, dass Städte wie Wien, Paris usw. mit Holz beheizt werden würden – nein danke, dort möchte ich dann nicht mehr wohnen wollen.
Da ja nicht jeder ein exzellenter Verbrennungstechniker ist, kann man sich leicht vorstellen, wie das ausgehen würde.
Nachlässigkeit, Unwissenheit, Schlampigkeit, Sorglosigkeit u. v. a. wäre gang und gäbe.
Infolge wäre unsere Luft ein Giftcocktail, der dem in China kaum nachstehen würde (Luftqualität à la Peking).

Die Folgen bei nicht guter Verbrennung:

Bei handbeschickten Anlagen Öfen, Kaminen usw.:
Feinstaub im Nanobereich, Ruß, Teer, gasförmige Verbindungen, Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe, polyzyklische Aromate (PAK).

Bei guter Verbrennung entstehen noch immer:
anorganischer Feinstaub (Salze), NOX aus gebundenem Stickstoff, Schwermetalle: HCI, Diben zo p Dioxine, Furane PCDD/F und SO2.

Kann man das verhindern?

Natürlich, die einfachste Art wäre, nichts zu verbrennen.

Eine weitere Möglichkeit wären hochwirksame Filteranlagen, wobei schon die Frage auftaucht: Was werden diese kosten? Und die noch wichtigere Frage wird sein: Was kostet dann das laufende Service?

zum Start